Die 29. Hammerer Wallfahrt von Lohberg nach Hammern (7. Sept. 2025)
Eine spirituelle Reise für Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Die Wallfahrt nach Hammern ist ein lebendiges Zeugnis des tief verankerten Glaubens und der Sehnsucht nach Hoffnung inmitten einer sich wandelnden Welt. Die Hammerer Wallfahrt, die inzwischen auf eine lange Tradition zurückblickt, fand in diesem Jahr zum 29. Mal statt. Die Pilgerreise von Lohberg nach Hammern ist weit mehr als nur ein Wanderweg – sie verbindet Spiritualität, Gemeinschaftssinn und die tiefe Verbundenheit zur Natur des Bayerischen Waldes und des Böhmerwaldes.
In den frühen Morgenstunde am Sonntag machten sich 45 entschlossene Pilger unterschiedlicher Altersgruppen am Ausgangspunkt Lohberg auf den Weg. Im Mittelpunkt dieser besonderen Wallfahrt stand der Rosenkranz, Gebete um Frieden und Gebete für das Klima – das zentrale Anliegen in unserer Zeit.
Die 14 km lange Strecke zeichnete sich durch moderate Anstiege aus, die den Teilnehmern keine großen Schwierigkeiten bereiteten. Zur Sicherheit der Gruppe begleitete die Bergwachtbereitschaft Lam die Wallfahrt.
Am Wanderparkplatz Sattel schlossen sich weitere Teilnehmer an.
Ein wichtiger Meilenstein der Wallfahrt war der Grenzübertritt am Weißen Riegel. Die Pilger durchquerten die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien, genauer gesagt in den Nationalpark Böhmerwald. Für diese Route ist eine ausdrückliche Genehmigung des Nationalparks erforderlich, da das Gebiet unter besonderem Schutz steht. Zuwiderhandlungen werden mit erheblichen Geldstrafen geahndet, eine entsprechende Genehmigung vom Nationalpark Sumava wurde hierfür beantragt.
Nach weiteren 10 Gehminuten erreichten die Wallfahrer das Steinerne Tor, einen markanten und geschichtsträchtigen Rastplatz. Dort war Gelegenheit für eine gemeinsame Brotzeit, die zum geselligen Austausch und zur Stärkung diente.
Ein besonderer Dank gebührt Revierförster Tomáš Noha von der Forstverwaltung Železná Ruda, welcher veranlasste, dass der Weg vom Weißen Riegel bis zur Forststraße von umgefallenen Bäumen befreit wurde. Dank dieses Einsatzes konnten die Pilger ungehindert und sicher passieren.
Vor dem Erreichen des Wallfahrtsortes Hammern wurde an der Marien Kapelle, die am Vortag liebevoll geschmückt wurde, innegehalten. Wolfgang Eckl sang hier ein Marienlied.
Nach etwa 4,5 Stunden, durchzogen von Gesang und Gebet, erreichten die Pilger ihr Ziel: Hammern.
Wie im Vorjahr wurde am Waldrand von Hammern ein Marienlied angestimmt, begleitet vom atemberaubenden Blick auf die Wallfahrtskirche, die sich malerisch in die Landschaft einfügt. Dieser Moment war ein Höhepunkt, der die Verbindung von Natur und Spiritualität unterstrich.
Der 2. Bürgermeister Jaroslav Wolf von Hammern begrüßte die Pilger persönlich und würdigte das Engagement und die Tradition der Wallfahrt. Im Anschluss fand die Eucharistiefeier statt, zelebriert von Pfarrer Stefan Sangl. In der Predigt ging er besonders auf den frei schwebenden Jesus mit den offenen Armen ein und erklärte die Geste als Symbol einer universellen Umarmung, die seit jeher von Christus als Zeichen der Aufnahme und des Trostes erkannt wurde.
Am Ende des Gottesdienstes dankten Pfarrer Stefan Sangl und Heimatbetreuer Erwin Wierer von der Stiftung Künische Gemeinde Hammern allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. Ohne die Unterstützung zahlreicher Helfer, der Behörden und der Gemeinschaft wäre eine so reibungslose und schöne Wallfahrt nicht möglich gewesen.
Die 29. Hammerer Wallfahrt zeigte einmal mehr, wie wichtig solche Traditionen für das soziale, spirituelle Miteinander sind.